Frühjahrsputz

Fertigmachen für das Rampenlicht - Foto: h|bGlänzt wie ne Speckschwarte – Foto: h|b

Jetzt geht es bald wieder los, unsere Wohnmobilsaison ist offiziell eröffnet. Wir waren zwar schon einmal in Warnemünde diesen Frühling, aber jetzt kommen die doppelten Feiertage und dann die große Frankreichtour in die Bretagne und die Normandie im Mai und Juni. Rund um den D-Day werden wir Omaha- Utah-, Juno-Beach und wie sie alle heissen einen Besuch abstatten. Dafür soll unsere „Bergziege“ schön glänzen und außerdem muss der Winterdreck runter, auch wenn er in diesem Jahr kaum der Rede wert ist. Dabei hilft die netteste LKW-Waschanlage Berlins am Großmarkt in der Beusselstrasse. Für 20 Euro, bekommt man eine Tip-Top Hand- plus Machinenwäsche und obendrauf noch eine heisse Knackwurst plus Kaffee. Wir sind startklar.

Herbstblues

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Künstlerische Aufwertung eines Bunkers am Hafen von Calais – Foto: h|b

Auf dem Parkplatz am Hafen von Calais dominieren die Wohnmobile mit den gelben Nummernschildern und dem Lenkrad auf der falschen Seite. Dazwischen vereinzelt Holländer, Belgier, Franzosen und ein paar Deutsche. Die Fähren fahren hier – im Gegensatz zu Warnemünde – eine hohe Frequenz. Fast immer fährt eine der Fähren gerade raus oder eine andere kommt herein. Ein reger Pendelverkehr zwischen den nur 36 km auseinander liegenden Küsten Frankreichs und England.

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Ein Tag am Meer

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Boulogne sur mer an der französischen Opalküste – Foto: h|b

Den heutigen Tag verbringen wir in Boulogne sur mer. Nach dem Frühstück müssen wir aber erst warten, bis der örtliche Wohnmobil-Abrechnungsbeauftragte auftaucht. Nach der vergeblichen Suche nach Parkautomaten gestern, bekamen wir den Hinweis von unseren französischen „Nachbarn“. Der kommt gegen 10 Uhr und für 5,20€ dürfen wir heute hier stehen bleiben. Ein echtes Schnäppchen. Man kann auch nicht für zwei Nächte, oder so, buchen, morgen früh kommt er wieder.

Als das geklärt ist, machen wir uns auf den Weg in die „Centre Ville“, allerdings mit einem kleinen Umweg. Wir gehen zuerst Richtung Norden, oberhalb der Klippen entlang, bis zu einer ehemaligen Festung oder Hafenanlage. Vorbei an deutschen Bunkerresten, die hier wohl noch die nächsten 100 Jahre überdauern werden, kraxeln wir dann durch die Ruine nach unten, bis wir auf Strandniveau sind. Der Erbauer der Anlage lässt sich nicht ganz eingrenzen, es ist jedenfalls nicht dieses typisch deutsche Stahlbeton, eher was einheimisches, vielleicht. Mal recherchieren.

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Le canal

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Gerade ist die Sonne als roter Feuerball im Atlantik versunken. Am Horizont glänzen noch die Klippen von Dover herüber und ich stehe auf den Klippen von Boulogne sur mer. Nach rund 1000 Kilometern haben wir die Küste von Frankreich erreicht. Den ersten Teil von Berlin nach Köln ist Ulla vorgefahren, ich bin mit dem Zug am Freitag nachgekommen, den zweiten Teil haben wir heute gemeinsam unter die Räder unseres Wohnmobils genommen.

Vom Ufer des Rheins aufgebrochen Richtung Westen, durchqueren wir später ein kleines Stückchen Holland, bevor wir Belgien erreichen. Unser erstes Ziel ist die heimliche Hauptstadt Europas, Brüssel, und dort das Wahrzeichen, das Atomium. Unser Navi hat uns punktgenau dort hingeführt und so können wir gegen Mittag die in der Sonne gleißenden Silberkugeln bewundern.

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Danach geht es weiter auf der Autobahn und kurze Zeit später überqueren wir die Grenze zu Frankreich, unserem vierten Land heute. Minieuropa sozusagen. Gegen Abend erreichen wir dann die Küste von Frankreich und stehen hoch über dem Meer auf einem Stellplatz für rund 40 Wohnmobile mit weitem Blick auf den Ärmelkanal. Nach einem kleinen Spaziergang runter in die Stadt, Beine vertreten, genießen wir das Abendbrot zurück im Wohnmobil bei einem Bierchen und erfreuen uns am kitschigen, aber schönen Sonnenuntergang. Morgen bleiben wir hier und erkunden ein wenig die Gegend. Bon nuit.