Zugverschandelung

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Drei Sprayer aus Schweden und der Schweiz gingen Bundespolizisten letztens am S-Bahnhof Friedrichshagen ins Netz, nachdem sie dort eine S-Bahn auf fast 20 Quadratmeter besprüht hatten. In Berlin! Sach ma, gehts noch? Habt ihr nix zum besprühen da wo ihr herkommt? In welchem Reiseführer steht, dass man in Berlin super S-Bahnen besprühen kann? Lonely Planet? Graffiti around the world? Manchmal muss man ja am Verstand der Leute zweifeln. Einen besprayten ICE habe ich gestern allerdings zum ersten Mal gesehen. Beim aussteigen in Spandau. Wo immer der auch „verschönert“ wurde. Vielleicht bereits in Interlaken in der Schweiz? Würde immerhin Reisekosten sparen.

Down by the beach

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Wenn ich jetzt morgens früh – noch schlaftrunken – an der Endstation aus der Straßenbahn falle, oder – nachdem ich mal zur Abwechslung – die Stufen der S-Bahn am Nordbahnhof schnaufend erklommen habe, sehe ich immer zuerst diesen riesigen Schriftzug.

Im Winter ist er natürlich nur ein Versprechen. An eine Zeit, die hoffentlich bald wieder kommt und auf die alle Berliner warten wie Verdurstende. Aber sie kommt, ganz sicher. Dann muss ich zum Mittagessen nicht mehr in die volle Kantine, sondern kann mich draussen, direkt gegenüber meiner Arbeitsstelle, bei einem alkoholfreien Daiquiri und dem Anblick knapp bekleideter Sportlerinnen kurz entspannen. Freu ick mir schon druff.

Bildbefreiung

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Einen guten Vorsatz habe ich mir doch noch für das neue Jahr spontan vorgenommen: Die Befreiung von Bildern aus dem Dunkel der Festplatte, hinaus ans Licht. Und ruhig auch mal ein wenig größer als nur 10×15. Der erste Versuch führte mich zu dm, der liegt praktischerweise direkt auf dem Weg von oder zur Arbeit, und zur Kodak-Station im Laden. USB Stick rein, Bilder ausgewählt und ab zum Drucker. Ein wenig Voodoo noch, dann fielen die ersten beiden befreiten Bilder in 20×30 cm in den Schacht. Hervorragende Qualität auf Kodakpapier. Und das Ganze für 1,95€ pro Bild.

Jetzt hängen Sie an der Wand, erfreuen sich ihrer Freiheit und ich mich an ihrem Anblick. Da unsere vier Wände natürlich nur begrenzt aufnahmefähig sind, werde ich das langsam angehen lassen, oder mir einfach Mappen anlegen und die ausgedruckten Bilder immer mal wieder durchblättern. So oder so hat der Exodus begonnen und kann nicht mehr aufgehalten werden. Free Pictures!

Auf ein Neues

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Der Versuch vor der Ballerei in Berlin zu fliehen hat mir das schönste und irrste Silvesterfeuerwerk ever beschert. Am Strand von Warnemünde, in 4 D. Mittendrin statt nur dabei. Ein irres Erlebnis an dem alle Sinne beteiligt waren. Eine dreiviertelstunde privates Geballer was das Zeug hält, und mitten drin noch ein professionelles Höhenfeuerwerk. Gigantisch. Dazu ein Gläschen Sekt. Von mir aus kann jetzt jedes Jahr so beginnen. Ich bin dabei.