Zugvögel

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Auf der Suche nach dem finnischen Gold – Foto: u|b

Wie einst Joachim Król im gleichnamigen Film haben wir heute Inari im Norden von Finnland erreicht. Nur müssen wir dort an keinem Wettbewerb im Kursbuchlesen teilnehmen, obwohl ich das vielleicht sogar noch könnte, sondern machen einfach nur Rast und starten morgen früh von hier die letzte Etappe zum Nordkapp. Mit uns scheinen das noch eine ganze Menge anderer tun zu wollen, vor allen Dingen Deutsche. Der Platz ist zu zwei Dritteln mit deutschen Wohnmobilen und Wohnwagen besetzt, wenn wir die paar Schweizer noch dazu rechnen, sind wir fast neunzig Prozent. Weiterlesen „Zugvögel“

Beim Weihnachtsmann am Polarkreis

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66 Grad, 32 Minuten, 35 Sekunden – der Polarkreis in Napapiiri – Foto: h|b

Heute haben wir den Polarkreis in Napapiiri in Finnland erreicht, dem Land, das die Vokale erfunden hat und sie auch fleissig benutzt. Hier am Polarkreiszentrum ist alles auf den Weihnachtsmann ausgerichtet, inklusive der Elfen die das Postamt betreuen und Geschenke basteln. Angeblich soll er hier ja wohnen. Ist aber anscheinend grad nicht zu Hause, war jedenfalls alles geschlossen, als wir hier ankamen. Wir hatten uns durch die Zeitverschiebung etwas verplant, da Finnland uns eine Stunde voraus ist.

Statt in Rovaniemi auf dem Campingplatz, stehen wir – mit vielen anderen Wohnmobilen aus Deutschland, Italien und Frankreich – direkt am Polarkreiszentrum auf dem Parkplatz, auf dem auch das übernachten erlaubt ist. Für Morgen sind hier 19 Stunden Sonne prognostiziert, da kommt dann auch sicher der Weihnachtsmann. Sein Postamt macht auf jeden Fall um neun Uhr in der früh auf und aus den Lautsprechern tönen heute schon weihnachtliche Klänge. Aber eher so die Loungeversionen. Dunkel wird es heute nicht, und ab jetzt auch – für uns – die nächsten 7 Tage nicht. Mitsommer oberhalb des Polarkreises.

Skulpturen und Stromschnellen

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Yorkshire Soul II von Jaume Plensa – Foto: h|b

Heute morgen bei strahlendem Sonnenschein aufgebrochen und an der Höga Kusten entlang geht es weiter nach Norden auf der E4. Über Örnsköldsvik, vorbei an Kasabacka und Husum (sic!) erreichen wir Umeå. Dort findet sich der Umedalen Skulpturenpark. Bereits bei Google Maps sah man eigentlich von oben nur eine Wohnsiedlung. Aber genau das ist der Witz, man hat die Kunst einfach mitten zwischen die Häuser gesetzt. Auf den ersten Blick ist unklar, ob der alte Sessel auf der Wiese Sperrmüll oder Kunst ist. In diesem Fall war er aus Beton und damit Kunst. Viele weitere Objekte sind kreuz und quer im Gelände verteilt und es macht Spaß einfach herumzuschlendern und „Kunst“ zu entdecken. Direkt neben der Galerie, wo weitere Kunstwerke ausgestellt werden, steht oben auf einem alten Fabrikschornstein ein Pferd, was auch auch noch zur vollen Stunde wiehert. Für uns das Zeichen aufzubrechen.

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